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Von London nach Berlin: Ladies in Real Estate (LiRE) 2026

Was mit zwei Kontakten in London begann, ist mittlerweile eine internationale Bewegung. Inzwischen sind mehr als 6.500 Frauen aus der Immobilienwirtschaft Teil von Ladies in Real Estate (LiRE). Das Netzwerk ist in Metropolen wie Paris, Amsterdam, New York, Sydney oder Vancouver aktiv und wächst kontinuierlich weiter. Mit dem gemeinsamen Frühstück im P.19 STUDIO der GSG Berlin machte das Format erneut in Berlin Station und brachte Frauen aus der Immobilien- und Finanzierungsbranche zusammen.  

Gemeinsam mit der Cobalt Deutschland GmbH durfte die GSG Berlin nun erstmalig Gastgeber des Events sein. Im Mittelpunkt standen persönlicher Austausch, gegenseitiger Support, wertvoller Wissensaustausch und fundiertes Networking.

Foto: © GSG Berlin GmbH | Urheber: Amadé Hölzinger

Wie wurde LiRE zu einem global agierenden Netzwerk?

Als Adina David, Expertin für Real Estate und Investment Banking, 2016 von New York nach London zog, war alles neu für sie. Es ging darum, die Stadt, die Kultur und die Menschen kennenzulernen – und natürlich auch, das berufliche Netzwerk neu aufzubauen. So entstand die Idee, Ladies in Real Estate zu gründen und Frauen aus der Immobilien- und Finanzierungsbranche miteinander zu vernetzen. Gesagt, getan. Zehn Jahre später ist daraus ein weltweit agierendes Netzwerk entstanden. Ein Safe Space für Frauen der Immobilienbranche, die sich gegenseitig unterstützen und ihr Wissen teilen. Neben Events gehören auch virtuelle Formate, Investment Clubs und weitere Austauschformate zum Repertoire. Weitere Standorte in Japan oder Portugal befinden sich bereits in Planung.

Was hat die Frauen aus der Immobilien– und Finanzierungsbrache beim „LiRE-Frühstückam 7. Juli im P.19 STUDIO erwartet?

In dem urbanen und stilvollen Ambiente des P.19 Studios in der Prinzessinenstraße 19 trafen die ersten Damen pünktlich um 8:30 Uhr ein. Sofort wurde spürbar, welche Wirkung das Format als Safe Space für Frauen entfaltet. Es gab keine Berührungsängste. Von Anfang an herrschte eine offene, lockere und zugleich professionelle Atmosphäre. Nach der Begrüßung durch Doreen von Bodecker (Geschäftsführerin der Cobalt Deutschland GmbH, die LiRe seit dem Launch in Deutschland im Jahr 2025 begleitet) und der Gründerin Adina David, die extra für das Event aus Bukarest angereist war, folgte ein kurzer Impulsvortrag. Unser operativer Geschäftsführer Sebastian Bleckte durfte als einziger Mann – neben dem Fotografen – das Branchenwissen der GSG Berlin teilen.  

Als bedeutendster Vermieter von Büro- und Gewerbeflächen in Berlin konnten wir einen unmittelbaren und ehrlichen Blick auf die aktuellen Entwicklungen und Veränderungen der Berliner Gewerbeimmobilienlandschaft werfen.

Welche Veränderungen prägen den Berliner Büro- und Gewerbeimmobilienmarkt 2026?

Über viele Jahre war der Berliner Büromarkt von einer außergewöhnlich hohen Nachfrage und steigenden Mieten geprägt. Seit 2022 hat sich die Situation jedoch merklich verändert. Homeoffice, wirtschaftliche Unsicherheiten, geopolitische Entwicklungen und zahlreiche fertiggestellte Neubauten machen sich bemerkbar. Das Ergebnis ist eine Leerstandsquote von rund 10 Prozent.   

Die Nachfrage zeichnet allerdings ein differenziertes Bild. Je nach Standort und Nutzungsart zeigen sich erhebliche Unterschiede. Die econoparks der GSG Berlin in den ehemaligen Ostteilen Berlins, beispielsweise in Hellersdorf und Marzahn, verzeichnen weiterhin eine hohe Auslastung. Warum ist das so? Ein Grund dafür ist, dass die Mieten mit durchschnittlich 8 Euro pro Quadratmeter vergleichsweise niedrig sind. Zum anderen handelt es sich um besonders flexibel nutzbare, weitläufige Gewerbeflächen mit Werkstatt-, Produktions- oder Lageranteilen. Diese werden häufig vom Online-Handel oder dem produzierenden Gewerbe genutzt, die ihre Mitarbeitenden vor Ort beschäftigen müssen und viel Raum benötigen. Demgegenüber ist bei klassischen Büroflächen in Innenstadtlagen ein verändertes Nachfrageverhalten zu beobachten. Dieses ist auf sich wandelnde Arbeitsweisen (Remote/Homeoffice), weniger Mitarbeitende durch die fortschreitende KI-Entwicklung usw. zurückzuführen.

Wie müssen Büroflächen in Zukunft aussehen?

„Das Büro muss das geilere Zuhause sein.“ Diesen Satz betont Sebastian Blecke zurecht immer wieder. Denn Unternehmen suchen heute Arbeitsumgebungen, die mehr bieten als nur einen Schreibtisch. Sie sollen Begegnungen fördern, Austausch ermöglichen und den Mitarbeitenden einen echten Mehrwert gegenüber dem Homeoffice bieten.  

Das bedeutet, dass die Objekte einen Campus-Charakter ausstrahlen sollten: mit einer Mietervielfalt und Mixed-Use-Konzepten, die Arbeiten, Gastronomie, Veranstaltungen und Aufenthaltsqualität miteinander verbinden. Flexibilität, Nachhaltigkeit und Werthaltigkeit rücken in den Fokus. Dazu gehören auch Annehmlichkeiten wie z. B. Duschen, Kinderbetreuung, Bike-Repair-Stationen oder Yoga-Kurse.  

Genau hier setzt die GSG Berlin an. Denn moderne Workspaces sind Orte, an denen Menschen gerne zusammenkommen, um gemeinsam produktiv und kreativ zu sein.

Warum gehören Wirtschafts- und Wohnungsmarkt untrennbar zusammen?

Wir sind davon überzeugt, dass die Attraktivität Berlins als Wirtschaftsstandort entscheidend davon abhängt, ob ausreichend Wohnraum für Fachkräfte zur Verfügung steht. Unternehmen können offene Stellen nur dann dauerhaft besetzen, wenn Mitarbeitende auch bezahlbaren Wohnraum finden. Der Wohnungsmarkt ist deshalb längst zu einem wichtigen Standortfaktor für die gesamte Berliner Wirtschaft geworden.

Was uns das Branchenevent Ladies in Real Estate einmal mehr gezeigt hat?

Networking und Learning stehen und fallen mit dem persönlichen Austausch! Nach dem kurzen Überblick über die aktuelle Marktlage im Büro- und Gewerbesegment stand nämlich das im Mittelpunkt, was „Ladies in Real Estate“ auszeichnet: Begegnungen. 

Ganz im Sinne des Mottos „Women support women“ nutzten die Teilnehmerinnen bei Kaffee, Tee sowie süßen und herzhaften Snacks die Gelegenheit, Erfahrungen, Wissen und neue Impulse miteinander zu teilen und ihr Netzwerk um neue, wertvolle Kontakte zu erweitern. 

Die offene Atmosphäre im P.19 STUDIO unserer Prinzessinnen-Höfe bot dafür den passenden Rahmen und machte deutlich, wie wichtig zwischenmenschliche Beziehungen auch in einer zunehmend digitalen Arbeitswelt sind.

 

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GSG Berlin GmbH
Michael Mandla
Leiter Kommunikation
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