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Vom Arbeitsplatz zur Arbeitsumgebung: Was moderne Büros heute leisten müssen

Beim Büro geht die Entwicklung längst vom einzelnen Arbeitsplatz zur Arbeitsumgebung – oder anders gesagt: vom Schreibtisch zur Arbeitswelt. In dieser Arbeitswelt muss heute vieles gleichzeitig möglich sein: sozialer Austausch, Lernen voneinander, Zusammenarbeit vor Ort, virtuelle Zusammenarbeit mit Remote-Kollegen, konzentrierte Einzelarbeit, Erholung, Wellbeing und vieles mehr. 

Eine Untersuchung von Gensler zeigt, dass deutsche Büros Menschen heute in allen relevanten Tätigkeiten besser unterstützen als vor der Pandemie. Ein Grund dafür liegt in veränderten Grundrissen: Statt uniformer Zellenbürostruktur oder durchgängiger Open-Space-Lösung entstehen häufiger Arbeitslandschaften mit unterschiedlichen Zonen. Sie spiegeln die vielfältigen Bedürfnisse moderner Arbeit besser wider. 

Für Berlin ist diese Entwicklung besonders relevant. Die Stadt lebt von Unternehmen, die flexibel wachsen, Teams neu organisieren und Arbeitsorte suchen, die mehr leisten als reine Fläche. Gerade deshalb gewinnt die Qualität von Büro- und Gewerbeflächen weiter an Bedeutung.

Welche Idealvorstellung haben Menschen für ihr Büro?

Auch das Look-and-Feel muss stimmen. Denn die Frage ist längst nicht mehr nur, ob ein Büro funktional ist. Es geht auch darum, welche Atmosphäre es vermittelt. Wie oft fühlt sich ein Büro tatsächlich so an, als säße man in einem gemütlichen Wohnzimmer – also nicht wie ein atmosphärischer Rückschritt im Vergleich zum Homeoffice? 

Laut der genannten Gensler-Studie arbeitet heute jeder zehnte Mensch in Deutschland in einem Büro, das sich wie ein Zuhause anfühlt. Wenn man es sich frei aussuchen könnte, wären es sogar noch mehr. Als Idealvorstellung wird das Büro mit Wohnzimmergefühl nur von wenigen anderen Konzepten übertroffen – darunter der retreatartige, mit der Natur verbundene Arbeitsort, den sich viele Menschen ebenfalls wünschen. 

Das zeigt: Moderne Büros werden nicht nur nach Effizienz, Erreichbarkeit und Ausstattung bewertet. Sie müssen auch Identifikation schaffen, Aufenthaltsqualität bieten und Menschen einen Grund geben, gerne vor Ort zu arbeiten.

Eignen sich historische Gewerbehöfe besonders für Büros mit Homeoffice-Feeling?

Historische Gewerbehöfe bieten für Büros mit Wohnzimmergefühl offenkundig besondere Vorteile. Die GSG Berlin macht bei Besichtigungen immer wieder die Erfahrung, dass Entscheider aus Unternehmen, die neue Bürostandorte suchen, gerade von hohen Decken, Klinkerarchitektur, großen Fenstern und dem besonderen Charakter der Höfe angezogen werden. 

Nicht selten fällt dabei der Satz, man könne in solchen Räumen auch gut wohnen. Auffällig oft ist das bei Besichtigungen in Kreuzberg zu hören, wo die Verbindung aus historischer Substanz, urbanem Umfeld und kreativer Nutzung besonders stark wirkt. 

Als Berlins bedeutendster privater Anbieter von Büro- und Gewerbeflächen verfügt die GSG Berlin über zahlreiche historische, teils denkmalgeschützte Gewerbehöfe. Daraus entsteht eine besondere Verantwortung: Räume nicht nur zu erhalten, sondern so weiterzuentwickeln, dass sie den Anforderungen moderner Arbeit gerecht werden – ohne ihren Charakter zu verlieren.

Gibt es Rutschen bei Mietern der GSG Berlin, ähnlich wie bei Google?

Solche Flächen werden von Mietern häufig durch entsprechende Möblierung noch weiter mit „Wohnenergie“ aufgeladen. So gibt es Büromieter der GSG Berlin mit Küchen in Community-Spaces, die sich mancher auch für das eigene Zuhause wünschen würde. 

Andere setzen auf gemütliche, freistehende Stoffsessel mitten im Raum, die sich durch einen bodentiefen, kreisrunden Vorhang abschirmen lassen – mit einem Durchmesser von rund fünf Metern. Der Vorhang hat schallschluckende Eigenschaften und schafft eine Besprechungssituation, die sich bewusst nicht nach klassischem Büro anfühlt. 

Auch der Spielplatz wird gelegentlich von draußen nach innen gedacht. Der Wunsch nach Elementen wie Rutschen, wie man sie aus Büros großer Technologieunternehmen kennt, wurde durchaus schon von Mietern der GSG Berlin geäußert. Sofern dafür allerdings Deckendurchbrüche erforderlich sind, ist die Realisierung mit entsprechend hohen Kosten verbunden. 

Entscheidend ist dabei weniger die einzelne Rutsche als das Prinzip dahinter: Unternehmen suchen Arbeitsumgebungen, die zu ihrer Kultur passen, Begegnung ermöglichen und Räume schaffen, in denen sich Menschen gerne aufhalten.

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Michael Mandla
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