Über neue Bürowelten in Berlin titelte eine Lokalzeitung vor nicht allzu langer Zeit: „Das Office muss das geilere Zuhause sein“ – und berief sich dabei auf ein Gespräch mit unserem operativen Geschäftsführer Sebastian Blecke. Aber was genau macht eigentlich ein gutes Zuhause aus? Und welche Punkte müsste ein Büro entsprechend toppen, wenn es besser sein will als das Zuhause?
Was macht ein gutes Zuhause aus?
Eine Studie von Ipsos aus dem vergangenen Jahr zeigt: Nach dem Preis-Leistungs-Verhältnis (wichtig für 59 Prozent der Befragten) sind fürs Wohnen eine gute lokale Infrastruktur mit 36 Prozent, die Lage mit 34 Prozent sowie der Außenbereich mit Garten oder Balkon (34 Prozent) hierzulande wichtig. Die Befragten sind zwischen 16 und 74 Jahre alt, rund 1.000 Personen aus Deutschland haben teilgenommen.
Diese Kriterien lassen sich durchaus auch auf Büros übertragen – schließlich verbringen viele Menschen einen erheblichen Teil ihres Tages dort.
Wie schneiden Berliner Büromieten im Vergleich ab?
Zum (Miet-)Preis von Büros in Berlin: Die Bürodurchschnittsmiete liegt laut IVD in der Hauptstadt aktuell bei rund 28 Euro. Zum Vergleich: Die Mieten der GSG Berlin liegen selbst im preisintensivsten Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg bei Neuverträgen bei nur leicht über 20 Euro, in den günstigeren Außenbezirken sogar nur bei etwa 8 Euro.
Die GSG Berlin wurde ursprünglich tatsächlich aus diesem Grund ins Leben gerufen: um preiswerte und zugleich attraktive Gewerbeflächen zu bieten und damit wiederum die Stadt attraktiv für unterschiedlichste Unternehmen zu machen. Mit fast einer Million Quadratmetern Mietfläche ist die GSG Berlin heute der bedeutendste private Büro- und Gewerbeflächenvermieter Berlins und trägt damit maßgeblich dazu bei, vielfältige und wirtschaftlich tragfähige Gewerbestandorte in der Stadt zu ermöglichen.
Berlin bietet im Hinblick auf preiswerte Büros insofern definitiv das Potenzial, die Ansprüche zu erfüllen, die man sonst an sein Zuhause hat.
Wie wichtig sind Cafés und Infrastruktur im Büroumfeld?
Die GSG Berlin hat im vergangenen Jahr eine Umfrage in Auftrag gegeben, die sich allgemein an Büromieter:innen der Hauptstadt richtete – unabhängig davon, in welchem Bezirk sie sich befinden und wer der Vermieter ist. Das Ergebnis zeigt, welche Art an lokaler Infrastruktur besonders wichtig ist.
Top-Faktor für Berlin sind demnach Cafés in einer fußläufigen Entfernung von fünf Minuten vom Büro. Die Mehrheit der Befragten (51 Prozent) findet eine solche Situation bereits vor. Nur in 19 Prozent der Fälle ist kein Café im direkten Umfeld zu finden, obwohl dies wichtig wäre. Für 29 Prozent der Befragten ist ein Café hingegen nicht entscheidend.
Welche Rolle spielen Fitness- und Wellnessangebote im Büroumfeld?
Der zweitwichtigste Faktor sind Fitness-, Wellness- oder Yogaangebote. Hier bestätigen 31 Prozent der Befragten, dass entsprechende Einrichtungen wichtig sind und zugleich bereits innerhalb von fünf Gehminuten vorhanden sind. Weitere 25 Prozent der Mieter:innen würden sich ein solches Angebot ebenfalls wünschen – finden es derzeit aber nicht im direkten Umfeld.
Natürlich gilt: Fitness-, Wellness- und Yogaangebote sind ungleich über die Berliner Bezirke verteilt. Besonders Kreuzberg sticht hervor. Laut einer Erhebung von TUI gilt der Stadtteil ohnehin als Top-Kiez Deutschlands und weist selbst innerhalb der Spitzengruppe der Szeneviertel eine doppelt so hohe Pilates- und Yogastudio-Dichte auf wie etwa Sternschanze in Hamburg oder Plagwitz in Leipzig.
Die GSG Berlin bietet in Kreuzberg unter anderem Büros in der Oranienstraße, in der Schlesischen Straße an der Spree sowie am Bergmannkiez (Zossener Straße). Teilweise befinden sich Yoga- oder Pilatesstudios sogar direkt in den Höfen – und ermöglichen den Büromieter:innen damit noch kürzere Wege als die erwähnten fünf Minuten.
Welche Rolle spielt die Lage für Berliner Büros?
Auch die Lage wird in der Ipsos-Studie als zentraler Faktor für gutes Wohnen genannt. Wie schneiden Büros in dieser Hinsicht ab?
Die Umfrage der GSG Berlin zeigt: Für 65 Prozent der Unternehmen ist eine zentrale Innenstadtlage mit guter Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel wichtig – und in ihrem Fall auch bereits gegeben. Nur 14 Prozent der Berliner Unternehmen halten diese Lagequalitäten ebenfalls für wichtig, vermissen sie jedoch an ihrem aktuellen Standort.
Auch wir beobachten regelmäßig, dass zentrale Lagen wie Kreuzberg oder Charlottenburg häufig auf dem Wunschzettel von Unternehmen stehen, die neue Flächen suchen. Wenn Entscheidungen gegen die Innenstadt fallen, liegt das meist nicht an der Lage selbst, sondern an wirtschaftlichen Erwägungen – Unternehmen weichen dann auf preiswertere Bezirke aus.
Wie wichtig sind Freiflächen für moderne Büros?
Die Bedeutung von Außenbereichen mit Garten oder Balkon für ein gutes Zuhause ist hoch. Auch für Büros gilt: (Lärm-)geschützte Freiflächen wie begrünte Höfe, Atrien oder Gemeinschaftsbereiche unter freiem Himmel spielen eine wichtige Rolle.
Und sie sind erstaunlich häufig vorhanden: 54 Prozent der Büromieter:innen bestätigen dies in der erwähnten Umfrage der GSG Berlin. Besonders die historisch gewachsenen Hofstrukturen vieler Berliner Gewerbehöfe bieten hier Potenzial.
Hinzu kommt, dass auch Büroneubauten heute fast immer auf Terrassen, Balkone oder Dachflächen setzen. Büros werden damit zunehmend „wohnlicher“ und übernehmen Elemente, die lange eher klassischen Wohnsituationen vorbehalten waren.
Wie entspannt ist die Atmosphäre im Büro?
In einer optimalen Wohnsituation soll es laut einer Umfrage von Dr. Klein ruhig und entspannt zugehen: 83 Prozent der Befragten bestätigen das. Allerdings nehmen nur 73 Prozent ihre aktuelle Wohnsituation tatsächlich so wahr. Für die deutschlandweite repräsentative Umfrage wurden 1.063 Menschen zwischen 18 und 69 Jahren befragt.
Und wie sieht es im Büro aus?
Die Umfrage der GSG Berlin zeigt: Bei 37 Prozent der Büromieter:innen gibt es wichtige Break-out-Zonen wie Bibliotheken, Spielzimmer, Liegestühle, Hängematten, Korbsessel oder sogar kleine Kinos. Gleichzeitig fehlen diese Bereiche in weiteren 31 Prozent der Büros, obwohl sie dort ebenfalls als wichtig angesehen werden.
Eine mögliche Erklärung liegt in der architektonischen Grundstruktur oder der Größe der jeweiligen Flächen. Gerade historische Altbauten können hier ihre bauliche Flexibilität ausspielen: Viele ehemalige Industrie- und Gewerbegebäude haben sich über Jahrzehnte hinweg immer wieder neuen Nutzungsanforderungen angepasst – von der Produktion über Dienstleistungen bis hin zu modernen Arbeitswelten.
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