Die mentale Gesundheit junger Menschen verschlechtert sich seit Jahren. Darauf weist der aktuelle Global Mind Project Report von Sapien Labs hin.
Besonders deutlich wird diese Entwicklung im Generationenvergleich: Während Menschen über 55 im Durchschnitt einen Mental Health Quotient (MHQ) von 101 erreichen, liegt der Wert bei den 18- bis 34-Jährigen nur bei 36. Ein MHQ von rund 100 gilt dabei als Richtwert für eine mental gesunde beziehungsweise normal funktionierende Bevölkerung.
Die Zahlen legen nahe, dass mentale Gesundheit längst nicht mehr nur als individuelles Thema betrachtet werden kann. Vielmehr geht es auch um strukturelle Rahmenbedingungen: um Lebensumfelder, Alltagsroutinen und Orte, die Menschen entweder stabilisieren oder zusätzlich belasten. Diese Einordnung entspricht auch der Logik des Reports, der vier übergreifende Treiber dieser Entwicklung bei jungen Erwachsenen herausarbeitet.