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Kleine Büros in Berlin: Warum Flächen bis 1.000 Quadratmeter an Bedeutung gewinnen

Weniger und vor allem kleiner: Der Jahresanfang 2026 brachte in den deutschen Metropolen überwiegend rückläufige Büroflächenumsätze. Im Schnitt sank der Flächenumsatz in den sieben wichtigsten deutschen Büromärkten laut Maklernetzwerk GPP um 13 Prozent. In Stuttgart wurde dabei in absoluten Zahlen am wenigsten Bürofläche vermietet. Zugleich zeigt sich dort aber auch: Der Markt für kleine Flächen bis etwa 1.000 Quadratmeter bleibt stabil. Eine wesentliche Rolle spielen dabei die Mikrolage und die Flexibilität des Grundrisses. 

Für Berlin ist diese Entwicklung besonders relevant. Der Markt hat sich im Vergleich der großen Städte überdurchschnittlich gut behauptet. Gleichzeitig verändert sich die Nachfrage spürbar: Gesucht werden zunehmend Flächen, die wirtschaftlich tragfähig, gut angebunden und langfristig anpassungsfähig sind. Genau deshalb lohnt ein genauerer Blick auf das Büro bis 1.000 Quadratmeter.

Sind kleine Büros die neue Normalität?

Vieles spricht dafür. Auch in Berlin beobachten wir seit geraumer Zeit, dass sich die Nachfrage in Richtung kleinerer Einheiten verschiebt. Viele unserer jüngsten Vermietungen in Kreuzberg und anderen innerstädtischen Lagen sowie auch Flächen, bei denen aktuell Anmietungsgespräche laufen, bewegen sich in einer Größenordnung von 600 bis 900 Quadratmetern. 

Das deutet auf eine strukturelle Veränderung hin: Bis zu 1.000 Quadratmeter in guter Mikrolage und mit flexiblem Grundriss könnten in den Metropolen zunehmend zur neuen Normalität werden. Hinzu kommt, dass moderne Büros heute mehr können müssen als reine Arbeitsplätze bereitzustellen. Konzepte wie das sogenannte Resimercial Design, also die Verbindung von wohnlicher Atmosphäre und funktionaler Arbeitsumgebung, erhöhen die Anforderungen an Zuschnitt und Nutzbarkeit zusätzlich.

Wie finden Unternehmen die richtige Bürogröße?

Am Markt ist in diesem Zusammenhang häufig vom „Right Sizing“ die Rede. Gemeint ist die Frage, wie viel Fläche Unternehmen tatsächlich dauerhaft benötigen. Im Zentrum steht dabei nicht mehr das klassische Wachstum auf Vorrat, sondern eine belastbare, betriebswirtschaftlich sinnvolle Flächenentscheidung. 

Für viele kleine und mittlere Unternehmen scheinen bis zu 1.000 Quadratmeter derzeit gut zu funktionieren. Ausschlaggebend ist, wie viele Mitarbeitende regelmäßig vor Ort arbeiten, wie Homeoffice-Regelungen ausgestaltet sind und welche räumlichen Anforderungen sich aus der konkreten Arbeitsweise ergeben. Die Zeiten, in denen Perspektivflächen vorsorglich mitangemietet wurden, sind in weiten Teilen des Marktes vorbei.

Welche Rolle spielt Künstliche Intelligenz für den künftigen Flächenbedarf?

Künftig wird sich die Frage nach der richtigen Bürogröße noch einmal verändern. Ein zusätzlicher Einflussfaktor ist die Künstliche Intelligenz. Einer Umfrage zufolge, die wir in Auftrag gegeben haben, könnte der Büroflächenbedarf in den großen deutschen Städten durch KI-bedingte Stellenveränderungen bis 2030 um 27 Prozent sinken. 

Überträgt man diesen Wert beispielhaft auf eine Fläche von 1.000 Quadratmetern, ergäbe sich rechnerisch ein Rückgang um 270 Quadratmeter. Auch wenn solche Projektionen mit Vorsicht zu betrachten sind, zeigen sie doch: Unternehmen werden ihre Flächen künftig noch genauer auf tatsächliche Bedarfe abstimmen müssen. Für den Berliner Gewerbeimmobilienmarkt ist das ein zentrales Thema, weil gerade hier wirtschaftliche Effizienz, Fachkräftesicherung und attraktive Arbeitsumgebungen zusammengedacht werden müssen.

Kann moderne Bürogestaltung den Flächenbedarf auch wieder erhöhen?

Ja, auch das ist möglich. Während hybride Arbeit und Effizienzüberlegungen Flächen reduzieren können, wirken neue Arbeitsplatzkonzepte teilweise in die entgegengesetzte Richtung. Lounge-Bereiche, offene Küchen als Social Space, Rückzugszonen oder auch Gaming- und Aufenthaltsflächen benötigen Raum. 

Gerade deshalb kommt es weniger auf die reine Quadratmeterzahl an als auf die Qualität der Fläche. Ein Büro muss heute unterschiedlichste Nutzungen abbilden können: konzentriertes Arbeiten, Austausch, Begegnung, informelle Kommunikation und Erholung. Das erhöht die Bedeutung flexibler Grundrisse und guter Proportionen.

Warum haben historische Gewerbegebäude dabei oft Vorteile?

Historische Gewerbebauten sind mit Blick auf die Flexibilität für heutige und künftige Raumnutzungen häufig im Vorteil. Große Fensterflächen, hohe Decken und großzügige Raumeinheiten ohne innenliegende tragende Wände schaffen Voraussetzungen, die sich immer wieder neu interpretieren lassen. Nicht zufällig dienen genau diese Eigenschaften bis heute oft als Vorbild für Neubauten. 

Mit fast einer Million Quadratmetern Mietfläche ist die GSG Berlin der bedeutendste private Büro- und Gewerbeflächenvermieter Berlins. Gerade bei der Frage nach der passenden Flächengröße zeigt sich, wie wichtig ein großer Bestandshalter mit vielfältigem Portfolio ist: Unterschiedliche Gebäude, Lagen und Grundrisse ermöglichen es, Lösungen zu finden, die nicht nur kurzfristig passen, sondern auch langfristig tragfähig sind. Das ist für den Berliner Gewerbeimmobilienmarkt heute ebenso relevant wie in Zukunft.

Wie unterstützt die GSG Berlin Unternehmen beim Right Sizing?

Die GSG Berlin unterstützt im Anmietungsgespräch gerne beim „Right Sizing“ im Sinne einer langfristig passenden Lösung für beide Seiten. Denn die richtige Bürogröße ist keine rein rechnerische Frage, sondern immer auch eine strategische Entscheidung: für die Arbeitsweise eines Unternehmens, für seine wirtschaftliche Stabilität und für die Zukunftsfähigkeit des Standorts.

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Michael Mandla
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