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Jon Hamm und das Büro als Sehnsuchtsraum

„Er ist schön, aber nicht protzig. Er ist gemütlich und dennoch nicht abgenutzt. Die Polster sind weich und federnd. Das Design, die Details, die Muster sind einzigartig und stilvoll. Das Licht, so weich und warm, und wie es dir ins Gesicht fällt, ist einfach perfekt. Sogar die Schallplatten, die im Regal stehen, und die Bücher müssen von jemandem ausgesucht worden sein, der wahrscheinlich ein echter Liebhaber ist.“ 

Dies sind Worte aus dem Film „Corner Office“ (2022): Ein Angestellter, der in einem sterilen, grau-weißen Standardbüro arbeitet, beschreibt seinen Sehnsuchtsbüroraum. In dem Film zeigt sich, dass dieser außergewöhnliche Raum direkt mit außergewöhnlichen Arbeitsleistungen verknüpft ist. Die Leistungen sind so gut, dass sie eine komplette Abteilung vor der Streichung retten. 

Natürlich ist das Fiktion. Doch die Grundfrage ist sehr real: Was macht ein Büro mit den Menschen, die darin arbeiten? Und warum ist das gerade für Berlin und seine Gewerbeimmobilien heute so relevant?

Foto: © GSG Berlin GmbH | Urheber: Amadé Hölzinger

Warum ist das Büro kein neutraler räumlicher Rahmen?

Tatsächlich belegen Studien immer wieder neu: Die physische Arbeitsumgebung ist keineswegs ein neutraler Rahmen, sondern ein aktiver Faktor, der die Leistungsfähigkeit von Menschen im Büro beeinflusst. 

Im vergangenen Jahr hat beispielsweise eine spanische Universität mittels Hirnstromuntersuchungen nachgewiesen, dass der architektonische Kontext die mentale Arbeitsbelastung mitbestimmt. Zeitgemäße Arbeitsplätze brauchen demnach unter anderem räumliche Wahlmöglichkeiten anstelle einer einzigen dominanten Typologie im Büro. Es geht also nicht nur um Großraum-, aber auch nicht nur um Einzelbürolösungen. Vielmehr müssen unterschiedliche Nutzerbedürfnisse und Empfindlichkeiten besser berücksichtigt werden. 

Für den Berliner Büromarkt ist das eine zentrale Frage. Denn Unternehmen suchen heute nicht einfach nur Flächen, sondern Arbeitsorte, die produktives Arbeiten, Austausch, Konzentration und Identifikation ermöglichen. Das Büro muss einen Grund liefern, warum Menschen gern dorthin kommen.

Worin liegen die Vorteile von Büros in historischen Altbauten?

Insbesondere ehemalige Gewerbeareale aus der Gründerzeit bieten hierfür oft die erforderliche Flexibilität. Anstelle starrer, durch tragende Wände geprägter Raumgefüge war in der Gründerzeit das Stützenraster beliebt, das eine variable Nutzung des Innenraums ermöglichte. 

Hinzu kam, dass der Gestaltung der Industrie- und Werkhallen großer Wert beigemessen wurde. Historische Bauten lösen deshalb oft schon von außen ein Wohlgefühl aus. Auch die Architekturpsychologie betont, dass extreme oder rein abstrakte Formen, wie sie in neueren Bauten häufiger verwendet werden, Stress beim Betrachter verursachen können. 

Historische Bauten hingegen vermitteln Menschen häufig ein ausgewogeneres Bild. Sie können gegensätzliche Grundbedürfnisse wie Geborgenheit und Freiheit oder auch Anregung und Beruhigung besser austarieren. Die Chance, in historischen Altbauten ein Sehnsuchtsbüro zu verwirklichen, dürfte insofern günstig stehen.

Welche Vorteile bringen die Büroflächenangebote der GSG Berlin?

Die GSG Berlin ist Berlins bedeutendster privater Anbieter von Büro- und Gewerbeflächen und verfügt über einen hohen Anteil historischer, teils denkmalgeschützter Gebäude. Häufig handelt es sich um Gewerbehöfe mit lärmgeschützten Innenbereichen, die für die moderne Arbeitswelt einen entscheidenden Qualitätsunterschied ausmachen können: zwischen durchschnittlichen und herausragenden Büros. 

Zudem bieten solche Standorte Atmosphäre, Flexibilität und Identität. Gerade historische Gewerbehöfe können damit vieles verbinden, was heute von guten Büroflächen erwartet wird: variable Grundrisse, gewachsene Architektur, urbane Lage und Räume, die unterschiedliche Arbeitsweisen zulassen. Für Berlin ist das auch deshalb wichtig, weil der Bürostandort künftig stärker über Qualität funktionieren wird.

Von welchem Schauspieler stammt das Zitat?

P.S.: Übrigens handelt es sich bei dem Schauspieler, der die eingangs genannten Worte spricht, um Jon Hamm. Dieser ist mit „Mad Men“ (2007 bis 2015) bekannt geworden – einer der am meisten prämierten TV-Serien aller Zeiten, die in der US-amerikanischen Werbewelt der 1960er Jahre spielt. Schon dort, so eine Analyse, seien die Büroräumlichkeiten und die Erlebnisse der Büroangestellten im kreativen Schaffensprozess unabdingbar miteinander verknüpft. Jon Hamm hat insofern als Hauptdarsteller von „Mad Men“ trotz komplett unterschiedlicher Handlung durchaus vergleichbare Erfahrungen gemacht, wie später in „Corner Office“.

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