2025 war für die GSG Berlin ein besonderes Jahr: Vor 60 Jahren wurden wir gegründet – mit der Mission, wertvolle historische Gewerbe- und Büroflächen in Berlin langfristig zu erhalten und zukunftsfähig zu gestalten, um Unternehmen in der Stadt auf bezahlbarem Niveau zu halten und anzuziehen. Diesem Anspruch folgen wir bis heute. Als einer der bedeutendsten privaten Büro- und Gewerbeflächenvermieter Berlins entwickeln, bewirtschaften und modernisieren wir Flächen für die Berliner Wirtschaft.
Welche Projekte standen 2025 im Fokus?
FRAMEZ
Ein zentrales Thema des Jahres war die nahezu vollständige Fertigstellung unserer Projektentwicklung FRAMEZ. Der Neubau als Nachverdichtung in Holzhybridbauweise steht exemplarisch für unseren Anspruch, moderne Arbeitswelten mit Nachhaltigkeit und langfristiger Nutzungsflexibilität zu verbinden. Unsere innovative, mit Photovoltaik ausgestattete Fassade und die Integration adiabatischer Kühlung – zwei noch selten eingesetzte Konzepte – bieten nicht nur viel Mehrwert, sondern tragen auch maßgeblich zum Alleinstellungsmerkmal des Projekts bei.
Das FRAMEZ zeigt, wie zeitgemäßer Büroneubau auf aktuelle Anforderungen reagiert – sowohl mit Blick auf Flächeneffizienz als auch auf ökologische Standards.
Bürohaus JULIUS in den Gebauer Höfen
Ebenfalls abgeschlossen wurde 2025 das Bürohaus JULIUS in den Gebauer Höfen, das bereits voll vermietet ist. Der markante Glaskubus wurde als modernes Gegenstück zum denkmalgeschützten Gebäudebestand des Ensembles direkt an der Spree konzipiert.
Eine besondere Rolle spielt die Anbindung eines bestehenden Altbautreppenhauses. Diese Lösung erhöht die Nutzflächeneffizienz und ermöglicht es zugleich, die Geschosshöhen des Altbaus weitgehend zu übernehmen. Mit hellen Innenräumen, klarer Fassadengestaltung und Dachterrasse fügt sich der Neubau nahtlos in den historischen Bestand der Gebauer Höfe ein.
Wie haben sich Vermietung und Partnerschaften im Bestand entwickelt?
Auch im laufenden Bestand war 2025 ein aktives Jahr. Wir konnten zahlreiche Mietverträge verlängern, neue Unternehmen für unsere Standorte gewinnen und bestehende Mietpartnerschaften weiter festigen. Der Vermietungsstand lag zum Jahresende bei 128.000 Quadratmetern.
Gleichzeitig erleben auch wir, dass sich Arbeitswelten verändern und Unternehmen bei Flächenentscheidungen zunehmend zurückhaltend agieren, wie auch unsere Marktstudie festgestellt hat.
Welche Impulse lieferte der Gewerbe-Pulsschlag 2025?
Der 7. Berliner Gewerbe-Pulsschlag, den die GSG Berlin gemeinsam mit bulwiengesa veröffentlicht hat, ordnet die Lage am Berliner Büro- und Gewerbemarkt 2025 klar ein: Das Umfeld bleibt anspruchsvoll – mit zurückhaltender Nachfrage und spürbarem strukturellem Wandel.
Ein Schwerpunkt war die Diskussion um ESG. Die Frage „Ist ESG tot?“ zeigt vor allem eines: Nachhaltigkeit bleibt relevant, wird aber stärker an Umsetzbarkeit und Wirtschaftlichkeit gemessen. Steigende Kosten und die weiterhin anspruchsvollen Anforderungen verschieben den Fokus von reinen Zielbildern hin zu belastbaren, praktikablen Lösungen.
Die Marktdaten spiegeln diese Entwicklung: Der Flächenumsatz lag im 1. Halbjahr 2025 bei 244.000 m² (Tiefstwert der letzten zehn Jahre), der Leerstand stieg auf 7,7 %. Gleichzeitig setzt sich der „Flight to Quality and Location“ fort – gesucht werden weniger größere, sondern vor allem bessere Flächen. Auch Light-Industrial gewinnt weiter an Bedeutung: 2025 sind über 100.000 m² neue Flächen im Bau.
Welche Rolle spielt Gewerbliches Wohnen als neues Themenfeld?
Ein neues Themenfeld für die GSG Berlin ist das gewerbliche Wohnen. In Berlin-Kreuzberg entstehen rund 120 gewerblich betriebene Apartments.
Das Angebot versteht sich als ergänzender Baustein, etwa für Studierende oder Fachkräfte, die neu in Berlin ankommen und zunächst flexibel wohnen möchten. Ebenso eignet es sich als „Werkswohnung 2.0“ für Unternehmen, die Fachkräfte in die Stadt holen wollen. Es handelt sich nicht um eine strukturelle Lösung für den Wohnungsmarkt, sondern um eine zusätzliche Nutzungsform innerhalb gewerblicher Strukturen.
Was bedeuten die Auszeichnungen für die Ausbildung bei der GSG Berlin?
Auch im Bereich Ausbildung wurde die Arbeit der GSG Berlin 2025 erneut bestätigt: Wir erhielten wieder das IHK-Siegel „Exzellente Ausbildungsqualität“ und wurden vom Tagesspiegel als einer der besten Ausbildungsbetriebe Berlins ausgezeichnet.
Für uns ist Ausbildung ein langfristiges Investment – in Fachkräfte, Unternehmenskultur und die Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens.
Wie hat sich die digitale Infrastruktur 2025 weiterentwickelt?
Die Weiterentwicklung der digitalen Infrastruktur blieb auch 2025 ein zentrales Thema. Mehrere Standorte – darunter die Ullsteinstraße, die Gebauer Höfe, die Reuchlinstraße (maximale Punktzahl 100 von 100 Punkten) und die Geneststraße – erreichten den WiredScore Platinum-Status.
Bereits zu Jahresbeginn wurden rund 700.000 m² Gewerbefläche erfolgreich rezertifiziert. Damit setzen wir weiterhin Maßstäbe in Sachen Konnektivität, Ausfallsicherheit und digitale Qualität unserer Standorte. Zum Vergleich: In Berlin erreichen nur 50 Gebäude diesen Status.
Zudem arbeiten wir stets daran, noch weitere unserer Gewerbeflächen zu zertifizieren und ggf. nachzurüsten.
Was ist das Fazit aus dem Jubiläumsjahr und was folgt 2026?
2025 war für die GSG Berlin ein Jahr des Rückblicks, vor allem aber eines der Weiterentwicklung. Heute umfasst unser Portfolio rund 1.000.000 m² Gewerbefläche, auf denen mehr als 1.500 Unternehmen arbeiten. Dabei hat sich die GSG Berlin vom reinen Flächenanbieter zu einem innovativen Immobilien-Dienstleister weiterentwickelt, der Bestandsentwicklung, Projektentwicklung und Services ganzheitlich denkt.
Das Jubiläum hat gezeigt, wie tragfähig unsere Grundidee auch nach 60 Jahren ist. Mit diesem Anspruch gehen wir in das Jahr 2026 und in die nächsten Kapitel der GSG Berlin.
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