+49 30 3909 3030
Wir freuen uns auf Ihren Anruf!

Kontakt

Die „Kreuzberger Mischung“: Warum das Berliner Erfolgsmodell heute aktueller ist denn je

Was versteht man unter der „Kreuzberger Mischung“?

Die „Kreuzberger Mischung“ beschreibt das enge Nebeneinander von Wohnen, Arbeiten und Gewerbe. Dieses Prinzip hat seine Wurzeln in der Blockrandbebauung des 19. Jahrhunderts: Während Vorderhaus und Seitenflügel zum Wohnen dienten, nutzte man die Höfe und Hinterhäuser für Werkstätten, kleine Betriebe oder Handel. Die entstandene Dichte war allerdings vielerorts zu groß, sodass es an gesunden Wohn- und Arbeitsverhältnissen mangelte.

Foto: Amadé Hölzinger © GSG Berlin
Wie hat sich das Konzept weiterentwickelt?

Im Zweiten Weltkrieg wurden viele dieser gemischten Quartiere teilweise oder gänzlich zerstört, insbesondere rund um den Moritz- und Oranienplatz. Nach dem Krieg waren die Häuser ganzer Straßenzüge in Nord-Kreuzberg nur noch Ruinen. Die Stadterneuerung der 1960er- und 1970er-Jahre sah zunächst oftmals deren Abriss mit anschließender Neubebauung vor. Dagegen regte sich schließlich Widerstand, aus dem sich ein neues Ideal entwickelte: die „behutsame Stadterneuerung“. Die Internationale Bauausstellung (IBA) 1984/87 griff diese Idee auf und machte Kreuzberg zum Labor für eine neue Form von Stadtplanung. Statt Abriss setzte man auf Bestandserhalt der Höfe und Hinterhöfe, die durch die Kriegszerstörung nicht mehr so dicht bebaut waren wie zuvor.

Warum ist die „Kreuzberger Mischung“ heute so attraktiv?

Während früher die industrielle Produktion das Bild in den Höfen prägte, entstanden später moderne Büroarbeitsplätze für Start-ups, die Kreativwirtschaft oder den Dienstleistungssektor, die sich ideal in bestehende Quartiersstrukturen einfügen. Von den Beschäftigten werden die gute Erreichbarkeit, die kurzen Wege, und das breite Angebot geschätzt. Auch im Hof ist diese lebendige Vielfalt zu spüren. In direkter Nachbarschaft treffen kleine Manufakturen auf Coworking-Spaces wie das betahaus, traditionelle Familienunternehmen auf internationale Gastronomie und Tanzstudios wie Flying Steps auf Ateliers und Werkstätten.

Unternehmen profitieren von einem inspirierenden Umfeld mit unmittelbarem Zugang zu Talenten und Netzwerken. Bewohnern wiederum bietet es ein Quartier, das sowohl Arbeitsplatz als auch Wohnort ist und urbanes Leben in all seinen Facetten ermöglicht.

Welche Rolle spielt die GSG Berlin dabei?

Mit fast einer Million Quadratmetern Gewerbefläche sind wir der bedeutendste private Büro- und Gewerbeflächenvermieter Berlins und damit ein zentraler Akteur, wenn es um die Zukunft urbaner Arbeits- und Lebensräume geht. Unsere Aufgabe sehen wir darin, die Tradition der „Kreuzberger Mischung“ zu bewahren und zugleich zeitgemäß weiterzuentwickeln. Letztendlich wurde die GSG Berlin genau dafür gegründet: Die oftmals historischen Höfe als Standorte für Berliner Unternehmen zu bewahren.

 

Ein prägnantes Beispiel hierfür sind unsere AQUA-Höfe in der Lobeckstraße. Die denkmalgeschützten Altbauten von 1898 mit ihren Jugendstilelementen und die später ergänzten Neubauten haben wir umfassend modernisiert und energieoptimiert. Wir vermieten dort kleinteilige Gewerbeflächen an Unternehmen der Kreativwirtschaft.

Quellen:

Kreuzberger Mischung –

Kreuzberger Mischung

neue_kreuzberger_mischung.pdf

AQUA-Höfe in Berlin Friedrichshain-Kreuzberg • GSG Berlin

Pressekontakt

GSG Berlin GmbH
Michael Mandla
Leiter Kommunikation
Tel.: +49 30 3909 3021
E-Mail: kommunikation@gsg.de

Pressekontakt
Pressekontakt

© Copyright 2023 GSG Berlin GmbH.