Seid ihr schon einmal in Kopenhagen am Bahnhof aus dem Zug gestiegen? Wie habt ihr euch gefühlt? Und seid ihr schon einmal in Berlin am Hauptbahnhof aus dem Zug gestiegen? Es ist ein bekanntes Phänomen: Man kommt mit unterschiedlichem Lebensgefühl und unterschiedlichen ersten Eindrücken in einer Stadt an – war der Weg dorthin mit Komplikationen verbunden? Hat sich die Fahrt gezogen? Und hat euch der Bahnhof freundlich und einladend begrüßt oder abweisend mit Gedränge und Lärm empfangen?
Ankommen im Büro: Wie kurze Arbeitswege und Walkability über Zufriedenheit entscheiden

Wie viele Menschen sind zufrieden mit ihrem Weg ins Büro?
Der Weg ins Büro weist Parallelen zu diesem Phänomen auf: Die Art und Weise, wie man im Büro ankommt, stellt die Weichen für den Tag. Entscheidend dabei ist einerseits die Anbindung: Nur 7 Prozent der Menschen haben einen Arbeitsweg, der – unabhängig von der Mobilitätsart – weniger als 15 Minuten dauert. Dabei scheint genau diese Dauer einen großen Einfluss auf die Zufriedenheit der Menschen beim Ankommen im Büro zu haben: Fast alle „15-Minuten-Menschen“ sind mit ihrem Arbeitsweg zufrieden (92 Prozent, laut dem Researchunternehmen Leesman).
Sind Büros in wohnungsreichen und fußgängerfreundlichen Kiezen die besseren Büros?
Insofern gilt: Die Erreichbarkeit und Zentralität von Büros könnten noch wichtiger sein, als bislang angenommen wurde – idealerweise liegen Büros also in oder angrenzend an Wohngebiete, die neue Wohnungen bieten und eine hohe Fußgängerfreundlichkeit aufweisen. Nachfolgend drei Beispiele aus unserem Portfolio.
Mit fast 1 Mio. m² Mietfläche zählt die GSG Berlin zu den bedeutendsten privaten Büro- und Gewerbeflächenvermietern der Stadt; viele unserer Gewerbehöfe liegen bewusst in möglichst zentralen Lagen mit guter Infrastruktur und vielfältigen Angeboten.
Wie schneidet die Zossener Straße in Kreuzberg als Bürostandort mit potenziell kurzen Wegen ab?
In der Kreuzberger Zossener Straße haben wir einen Holzhybridneubau errichtet, der die bestehende Altbausubstanz zur Straße hin einfasst. In der dortigen Nachbarschaft (Tempelhofer Vorstadt) leben die meisten Familien des Bezirks (22 Prozent), wobei die vielerorts bereits hohe Wohnungsdichte den Neubau einschränkt: Die amtliche Statistik vermeldet dort nur acht neue Wohneinheiten pro Jahr. Aber: Die GSG Berlin schafft direkt auf dem Gewerbehof Zossener Straße Angebote für sogenanntes gewerbliches Wohnen auf Zeit. Und der Standort zeichnet sich durch hohe Fußgängerfreundlichkeit aus: Der sogenannte Walk Score liegt bei 97 („Walker’s Paradise“) – ein Spitzenwert.
Wie schneidet die Franklinstraße als Bürostandort mit potenziell kurzen Wegen ab?
In der Charlottenburger Franklinstraße in der City West bieten wir Büros in historischen Fabriklofts direkt an der Spree an – inklusive Freiflächen am Ufer. Im amtlich zugehörigen Teilbereich Otto-Suhr-Allee/Kantstraße werden aktuell die zweitmeisten neuen Wohnungen im Bezirk gebaut (258 Wohneinheiten). Der oben genannte Walk Score liegt bei 85 („Very Walkable“) – ein hoher Wert.
Wie schneidet die Ullsteinstraße als Bürostandort mit potenziell kurzen Wegen ab?
Im Ortsteil Tempelhof liegen in der Ullsteinstraße historische Werkshallen mit prägender Architektur, die wir zu Büro-, Lager- und sonstigen gewerblichen Zwecken umgenutzt haben. Dort begrüßen wir Mieter unterschiedlichster Art – vom Sportzentrum für individuelles Schnelligkeitstraining bis hin zur Kaffeemanufaktur. In der Umgebung (Mariendorf Nord) leben die drittmeisten Familien des Bezirks (9 Prozent). Zudem werden dort pro Jahr die meisten neuen Wohnungen im Bezirk fertiggestellt (218 Wohneinheiten). Der Walk Score liegt bei 69 („Somewhat Walkable“) – solide, aber deutlich niedriger als an den beiden anderen Standorten.
Welche Qualität hat die Architektur?
Der zweite angesprochene Punkt betrifft – nach der Länge des Wegs ins Büro – das Ankommen selbst: Weisen die direkte Umgebung und die Architektur eine Qualität auf, die die Sinne positiv anspricht? Wir möchten hier nicht viele Worte über die vorhandene Gestaltqualität oder den Charme der genannten Bauwerke verlieren. Die Antwort liefern die Projektfotos, die diesen Beitrag begleiten.
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