Der Blick schweift vom Hellbraun des Echtholzparketts über die Schreibtische hoch auf das dunkelgraue, dem historischen Original farblich nachempfundene Fensterprofil und die geweißte Klinkerwand mit ihrer 120-jährigen Industriegeschichte. Dort hängt ein Poster. Es ist ein Werbeposter für das legendäre Computerspiel Maniac Mansion. „Das ist Software, die zeigt, was fähige Programmierer können“, heißt es zu seinerzeitiger Veröffentlichung des Spiels, als die Plattformen noch Namen tragen wie Apple II, Atari ST, C64 oder Amiga. Und vielleicht ist die Referenz auf fähige Programmierer genau der Grund, warum das Poster in dem Büro mit dem Echtholzparkett und dem Charme historischer Industriearchitektur hängt. Denn es arbeiten dort überwiegend IT-Profis sowie Spezialisten aus den Feldern Tech Data und Online-Analytics. Sie alle gehören zum Wissenschaftsverlag Springer Nature. „Das klingt ähnlich wie Axel Springer. Aber beides sind völlig unterschiedliche, eigenständige Unternehmen, die weder familiäre noch sonstige Bindungen aufweisen“, sagt Cornelius Rahn. Er verantwortet die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei Springer Nature in Deutschland. „Es ist eine zufällige Namensgleichheit.“
Fans im Vorstand: Das Büro von Springer Nature am Bahnhof Südkreuz (Geneststraße) – Mieterportrait

Open-Access-Gedanken
Springer Nature fokussiert auf wissenschaftliche Inhalte, also Bücher und Zeitschriften von Mathematik über Betriebswirtschaftslehre bis hin zu Psychologie und Medizin. Mit 14.000 Fachbuchpublikationen pro Jahr und renommierten Fachmagazinen wie Nature gilt das Unternehmen als weltweit führend. „Im Vergleich zu früher bringen wir dabei nur noch selten klassische Printprodukte auf den Markt“, sagt Rahn. „Heute ist nahezu alles digital.“ Dabei gewinne auch der Open-Access-Gedanke immer mehr an Bedeutung: „In unserem Portfolio ist mittlerweile jeder zweite neue Artikel von Anfang an frei und kostenlos online verfügbar.“ Was wiederum erklärt, warum bei Springer Nature in Berlin so viele IT- und Online-Profis arbeiten. Und gerne arbeiten: „Berlin ist neben London und Lissabon einer der drei großen IT-Hubs“, so Rahn. Es gebe explizit auch Fans aus dem Vorstand, die den Berliner IT-Hub lieben.
Warum sind die Mietflächen der GSG Berlin so attraktiv?
Der Grund für die Attraktivität der Flächen, die von der GSG Berlin vermietet werden, ist eine Mischung: Attraktive, aufwändig sanierte Architektur mit den für die Gründerzeit typisch hohen und durch die großen Fenster hellen Räumen, eine nachweislich hervorragende Internet- und Mobilfunk-Konnektivität sowie ein Bürokonzept, das Freude macht – von Loungeecken, in denen sich die Sitz- zu Liegemöbel ausklappen lassen, über Kickerraum und Tischtennisplatte, die jeweils auch tatsächlich genutzt werden und nicht nur Alibi sind, bis hin zu einer Zonierung des Gesamtbüros nach Lautstärke der jeweils geplanten Aktivität, sodass für Fokusarbeit, Zweiergespräch, Teammeeting etc. immer treffsicher der Ort gewählt werden kann, an dem nur Kolleg:innen sind, die selbst dieselbe Stille oder Lautstärke produzieren. Zur Mittagspause gibt es direkt auf dem Areal eine Kantine sowie ein Café, betrieben von einem inklusiven Team. Durch Kooperation wird der Matcha Latte oder der vegane Burger für die Springer Nature-Kolleg:innen subventioniert.
© GSG Berlin GmbH
Duschen im Büro?
Außerdem trägt die Lagequalität zur Beliebtheit des Standorts bei: Das Büro befindet sich nicht nur nahe der Stadtautobahn, sondern darüber hinaus fast direkt am Regional-, Fern- und S-Bahnhof Südkreuz und ist somit hervorragend angebunden. Zudem grenzt der attraktiv gestaltete Naturpark Südgelände an den Standort, der kilometerweit bis zum S-Bahnhof Priesterweg reicht – mit von Bäumen gesäumten Jogging- und Fahrradwegen abseits des städtischen Trubels: Auch daher kommen viele Kolleg:innen via Bike ins Büro. Längst haben sich außerdem gemeinsame Laufgruppen etabliert, die im Naturpark Südgelände beispielsweise für Firmenevents wie den B2Run trainieren. In jedem Fall profitiert man dabei im Springer-Nature-Büro am Südkreuz von der Bürodusche (!).
Studie zu herausragenden Büros
Obgleich keine gänzliche Neuheit in der modernen Office-Landschaft mehr und beispielsweise bei Co-Working-Spaces durchaus verbreitet, machen Duschen immer noch einen Unterschied in der Wahrnehmung des Arbeitsplatzes aus. So gehen einer Studie zufolge herausragende Büros grundsätzlich – neben vielen anderen Punkten natürlich – mit dem Vorhandensein von Duschen einher: Denn die Mehrheit der Arbeitenden (63 Prozent) ist in herausragenden Büros diesbezüglich zufrieden, während es im Durchschnitt sämtlicher Büros nur eine Minderheit ist (43 Prozent). Erhoben wurden die Daten vom internationalen Büroresearch-Unternehmen Leesman (Stand: Januar 2026). Es wurden Mitarbeitende aus über 9.000 Büros verschiedenster Wirtschaftszweige in zahlreichen Ländern befragt.
Umbau nach Covid
Bei Springer Nature jedenfalls war man über den Standort hinaus inspiriert: „Wir haben ja erst hier die Duschen gehabt und sind dann so lange mit Fragen gelöchert worden, bis wir in unserem ursprünglichen Berliner Büro am Heidelberger Platz, wo heute weiterhin die Finanzabteilung und viele Redakteure sitzen, schließlich auch Duschen nachgerüstet haben“, sagt Kathrin Küchler. Sie ist als Diplom-Architektin bei Springer Nature angestellt und hat das Büro am Südkreuz nach Corona in die Fläche verwandelt, die sie heute ist. „Ich mochte von Anfang an die Offenheit der Flächen und den Loftcharakter mit dem Parkett und den Stahlstützen. Das Grunddesign war schon mal absolut stimmig“, berichtet sie von ihrem ersten Eindruck aus dem Jahr 2020. Auch beim Mobiliar habe es bereits Highlights gegeben, unter anderem eine zehn Meter lange, an eine Tafel erinnernde Tischreihe für Gemeinschaftsmomente sowie rotierende Wände, die der zusätzlichen akustischen Abtrennung dienen und zugleich Whiteboards sind – auch wenn sie offen stehen. Neu hinzugekommen seien unter anderem Projektflächen, während die Zahl der Schreibtische im Sinne einer flexibleren Arbeitsweise reduziert wurde.
Die Mitarbeiter haben ihre Wünsche eingebracht
Außerdem seien die Flächen noch farbenfroher geworden: „Ich mag die bunten und verspielten Details, die auf die Wünsche der Kolleg:innen zurückgehen“, sagt Küchler. Sie hatte eine Kerngruppe ins Leben gerufen – die so genannten Change Champions – und mit diesen die Bedürfnisse geklärt, die in die Planung einflossen. „Alle wollten noch mehr Farbe. Nichts Grelles, aber eben Tupfer.“ Auch die Zonierung der Gesamtfläche nach Lautstärkepegel der Aktivitäten geht auf die Pläne von Küchler und die Kommunikation mit den Kollegen zurück. In Sachen Umsetzung betont Küchler die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der GSG Berlin: „Unsere Planung wurde fix und reibungslos umgesetzt.“ Wer sich mit Baumaßnahmen im Bestand auskenne, der wisse, dass das keinesfalls selbstverständlich ist. „Auch die Wahl der Ausbaufirmen lief gemeinschaftlich ab. Wir durften uns einbringen.“
Bezugsfertig in Rekordzeit
Dass Springer Nature überhaupt bei der GSG Berlin am Südkreuz seine Flächen bezogen hat, geht unter anderem auf Daniela Piede zurück: „Wir haben uns verschiedene Flächen angesehen, die in einem gewissen Radius um den Heidelberger Platz liegen sollten. Im März 2017 besichtigten wir dann erstmals unser künftiges Büro am Südkreuz.“ Dieses sei damals noch kleinzeilig strukturiert gewesen mit langen, dunklen Fluren. „Man brauchte Vorstellungskraft. Aber wenn man die hatte, war klar, dass das Gesamtpaket einfach passt“, so Piede. Zu diesem Paket gehörten auch die Architekten der GSG Berlin, die Pläne für die energetische Ertüchtigung vorlegten – andere Vermieter wollten hier nicht mitziehen. Wichtig auch für das Paket: „Wir wollten Räume für eine langfristige Perspektive und nicht nur für fünf Jahre.“ Im August 2017 wurde unterschrieben, im Oktober begannen die Umbauarbeiten. „Die Pläne für den Innenausbau kamen von uns. Der betreuende Architekt der GSG Berlin hat die Pläne dann mit seinem Projektteam umgesetzt.“ Anfang 2018 war dann alles bezugsfertig. „Das war Rekordzeit für eine Arbeit, die im Prinzip damals eine Kernsanierung war“, sagt Piede.
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