Berlin, 20. Januar 2021.

2020 war ein herausforderndes Vermietungsjahr

Das zurückliegende Jahr war auch für die Gewerbesiedlungs-Gesellschaft (GSG Berlin) pandemiebedingt eine Herausforderung. Dennoch bleiben die GSG-Geschäftsführer Sebastian Blecke und Oliver Schlink für die Zukunft optimistisch. Entsprechend sollen alle Neubauprojekte auch weiterhin aktiv vorangetrieben werden. Denn Blecke und Schlink erwarten für die Zeit nach den strengen Kontaktbeschränkungen eine steigende Nachfrage an attraktiven Büro- und Gewerbeflächen in Berlin: „Angesichts des noch immer niedrigen Leerstands in unserem Bestand und in Berlin insgesamt werden wir 2021 weiter in neue Büroflächen investieren. Denn wir glauben fest an die wirtschaftliche Attraktivität der Hauptstadt. So haben wir etwa zum Jahresbeginn ein Neubauprojekt mit rund 2.500 m² begonnen. Parallel dazu läuft die Fertigstellung des derzeit größten Vorhabens TorHaus² in Charlottenburg mit 8.100 m².“, sagt Sebastian Blecke. Im Jahr 2020 wurden unter anderem die Bauarbeiten am Bürohaus in der Kreuzberger Prinzessinnenstraße sowie am The Benjamin in der Franklinstraße in Charlottenburg beendet und die Flächen an die Mieter übergeben.

Diese bereits fertiggestellten Neubauprojekte waren auch der Grund für den leichten Mietenanstieg, den die GSG Berlin im Jahr 2020 zu verzeichnen hatte. So kletterte der durchschnittliche Mietzins binnen Jahresfrist um rund 8,3 % von zuletzt 7,49 €/m² auf 8,11 €/m² Ende 2020. Während des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 waren überwiegend kleinteiligere, günstigere Mietflächen in den econoparks Berlin nachgefragt worden. „Entgegen den ersten Befürchtungen hat 2020 nicht zu einem völligen Einbruch bei der Neuvermietung geführt. Im Gegenteil: Wir sind froh darüber, dass das Jahr trotz Corona noch zu diesem Ergebnis bei sogar leicht anziehenden Durchschnittsmieten geführt hat“, erläutert Oliver Schlink, Kaufmännischer Geschäftsführer der GSG Berlin, und ergänzt: „Die GSG Berlin als langfristiger Bestandshalter zählt nach wie vor zu den preiswerteren Anbietern von Büro- und Gewerbeflächen in der Hauptstadt und wirkt am Markt traditionell eher preisdämpfend.“

Insgesamt wurden im Jahr 2020 Mietverträge für 40.000 m² mit Bestands- und Neumietern geschlossen, die Vermietungsquote ist jedoch entgegen dem Trend der letzten Jahre zurückgegangen und der Flächenleerstand hat leicht zugenommen. Zu den neuen Mietern zählen neben klassischen Mittelständlern auch Großkonzerne wie ein DAX-Unternehmen und ein deutschlandweit agierender Mobilitäts-Dienstleister.

Dass die GSG Berlin trotz Pandemie ein ordentliches Jahresergebnis verzeichnen konnte, wurde neben dem aktiven Neuvermietungsgeschäft auch dadurch begünstigt, dass die meisten ihrer Mieter gut durch die Krise gekommen sind. Das bestätigte eine Umfrage im Herbst 2020 unter der Mieterschaft: Dabei gaben 85 % der Befragten an, wirtschaftlich gut für die Bewältigung der Corona-Krise gerüstet zu sein. Die meisten Mieter planen keine Veränderung der angemieteten Büro- und Gewerbeflächen. „Am meisten von den Folgen der Pandemie betroffen sind Anbieter flexibler Büroflächen wie Coworker, touristische Einrichtungen, wie zum Beispiel der Berliner Unterwelten e. V., und natürlich die gesamte Kultur- und Clubszene“, erklärt Blecke und ergänzt: „Wir versuchen, für alle diese betroffenen Branchen eine Lösung zu finden, um Existenzen zu sichern und Arbeitsplätze zu erhalten. Ob und wie uns das gelingt, wird maßgeblich vom weiteren Infektionsgeschehen abhängen“. Oliver Schlink fügt hinzu: „Langfristig rechnen wir damit, dass die Berliner Wirtschaft nach der Bewältigung der Pandemie zu ihrer alten Dynamik zurückfindet und Büroflächen in guter Lage wieder sehr begehrt sein werden. Berlin hat schon viele Krisen überstanden, auch diese werden wir gemeinsam meistern.“.