Geschichte der GSG

Unternehmensgeschichte

Seit 50 Jahren zählt die Gewerbesiedlungs-Gesellschaft (GSG) zu den festen Größen der Berliner Wirtschaft. Studentenproteste und Hausbesetzer, Mauerfall und Regierungsumzug, New Economy und deren Crash, Clusterstrategie und Startup-Boom: Schlagworte wie diese stehen für die wechselvolle Geschichte Berlins ebenso wie für die GSG der letzten fünf Jahrzehnte.

Die kontinuierliche Arbeit der GSG ist eng mit der Entwicklung der Stadt und insbesondere mit der des Berliner Gewerbes verbunden. Sie war stets wichtiger Teil der Berliner Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung. Hier, in den mehr als 40 Gewerbehöfen, gibt die GSG kleinen und mittelständischen Unternehmen, die das Rückgrat der Berliner Wirtschaft bilden, den passenden Raum zur Umsetzung ihrer unternehmerischen Ideen. Dabei entstehen nicht selten Produkte und Dienstleistungen „made in Berlin“, die oft auch über die Grenzen der Hauptstadt hinaus strahlen.

Historischer Gewerbehof

Mit Fug und Recht kann die Geschichte der GSG eine zunächst West-Berliner Erfolgsgeschichte genannt werden.

Wenn gleich oder gerade weil die Gründe für ihr Zustandekommen eher durch Mangel bedingt waren. Denn gemangelt hat es im West-Berlin des Jahres 1965 an allen Ecken und Enden, nicht zuletzt an Perspektiven.

Kurz nach Mauerbau verlassen viele Menschen und Firmen trotz Berlin-Hilfe-Gesetz die Inselstadt in Richtung Westen. Dennoch sind bezahlbare Räume für die verbleibenden Unternehmen nur schwer zu finden. Die Stadt leidet unter sinkenden Steuereinnahmen und schwindenden Arbeitsplätzen.

Die Existenz vieler kleiner, vor allem gewerblicher Betriebe steht auf dem Spiel und bedroht in Summe das wirtschaftliche Gefüge der Halbstadt. Um dies zu ändern, gründen das Land Berlin, Berliner Handwerkskammer und IHK am 21. Juli 1965 die Gewerbesiedlungs-Gesellschaft.

Die GSG im Zeitraffer

Die GSG im Zeitraffer

2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2009 | 2008 | 2007 | 2004 | 2002 | 2001 | 1995 | 1994 | 1985 | 1980 | 1970 | 1966 | 1965

Mitte Februar verlegt die GSG Berlin ihren Unternehmenssitz von Charlottenburg nach Schöneberg in den GSG-Hof Geneststraße.

Ende Februar gewinnt die GSG Solar, eine 100%ige Tochter der GSG Berlin, den immobilienmanager award 2016 in der Kategorie Management. In dieser Kategorie werden Unternehmen ausgezeichnet, die mit ausgewählten Projekten maßgeblich zur Wertsteigerung oder zum Werterhalt ihres Portfolios beitragen. Das ausgezeichnete Projekt umfasst die Erweiterung des Geschäftsmodells der GSG Berlin, indem mit der Tochter GSG Solar ein Energieversorgungsunternehmen mit eigenem Kraftwerksportfolio gegründet wurde.

Im März schließt die 100%ige Tochter GSG Solar den ersten Stromlieferungsvertrag für Berlins größte PV-Anlage mit dem Mieter BIO COMPANY im GSG-HOF Skalitzer Straße.

Im April erhält die GSG Berlin von ihren finanzierenden Banken rund EUR 55 Mio. zusätzlich zur bestehenden Finanzierung des Berliner Portfolios. Das Darlehensvorlumen erhöht sich auf nun insgesamt EUR 305 Mio. Ein Teil dieser Mittel wird für die konzerninterne Akquisition der GSG Berlin Invest GmbH eingesetzt, womit alle Gewerbehöfe des Konzerns im mittelbaren Eigentum der GSG Berlin stehen.

Im Mai setzte die GSG Berlin ihre Expansion mit dem Ankauf eines ca. 17.000 m² großen historischen Gewerbehofes in der Ullsteinstraße 73 in Berlin-Tempelhof fort.

Im Juni feiert die GSG Berlin ihr 50-jähriges Firmenjubiläum mit Mietern, Mitarbeitern und Geschäftspartnern. Auch Berlins Regierender Bürgermeister würdigt die Geschichte der GSG Berlin in seinem Grußwort.

Im November erhält die GSG Berlin für ihre 100%-ige Tochter GSG Solar die Erlaubnis Strom zu verkaufen und wird somit offiziell Energieversorgungsunternehmen.

GSG Berlin verlängert den Mietvertrag mit ihrem größten Mieter: der APCB Automotive Plastic Components Berlin GmbH & Co. KG (ehemals Visteon Deutschland GmbH) über 52.000 m² am Standort Wupperstraße.

Die Vermietungsquote konnte im Vergleich zum Vorjahr erneut leicht gesteigert werden und liegt jetzt bei über 86%.

Seit Januar 2014 bietet die Berliner Wertpunkt Real Estate Experts GmbH als hundertprozentige Tochter der Gewerbesiedlungs-Gesellschaft (GSG) ihre Kompetenz im Asset Management auch für Mandate Dritter an (www.wertpunkt-berlin.de).

2014Im März gibt GSG die Installation der bisher größten Photovoltaikanlage Berlins bekannt. Bis Sommer 2014 werden 26.200 Solarmodule auf 140 Dächern von 32 GSG-Höfen in acht Berliner Bezirken installiert. Die 43.000 Quadratmeter große PV-Anlage „made in Berlin-Brandenburg“ wird jährlich 5.800.000 KWh Ökostrom erzeugen und damit bis zu rd. 1.200 Gewerbemieter versorgen. Die CO2-Einsparung beträgt jährlich rd. 5.000 Tonnen – etwa soviel, wie rd. 400.000 neu angepflanzte Bäume abspeichern würden.

Im Juni gibt die GSG GROUP (Muttergesellschaft der GSG Berlin) den Ankauf des AQUA Carré in der Lobeckstraße 30-35 und Ritterstraße 24-30 in Berlin-Kreuzberg mit einer Gesamtnutzfläche von ca. 12.500 m² bekannt. Damit wächst das GSG Portfolio nach fast 20 Jahren wieder und die strategische Akquisition unterstreicht die Wachstumsabsicht der GSG GROUP. Im August beschließt die Hauptversammlung der GSG GROUP die Umbenennung in CPI Property Group, um den neuen Gesellschafterverhältnissen (aufgrund der Einbringung der CPI) Rechnung zu tragen.

Die GSG Berlin tritt im September 2014 der „Initiative Unternehmensimmobilien“ bei. Hierbei handelt es sich um den Zusammenschluss mehrerer Immobilieneigentümer und –verwalter aus dem gewerblichen Bereich. In der ersten Pressekonferenz in Frankfurt wurde der von der Initiative erstellte Marktreport „Transparenz auf dem deutschen Markt der Unternehmensimmobilien, 1. HJ 2014“ vorgestellt. (http://unternehmensimmobilien.net/)

GSG Berlin erweitert ihr Gründerengagement mit der Eröffnung des zusammen mit der Wirtschaftsförderung Marzahn-Hellersdorf betriebenen CIC – Cleantech Innovation Center – im econopark Wolfener Straße und verlängert das Sponsoring für den Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg.

In Sachen Elektromobilität, eine der Säulen der Energiemanagement-Strategie, kooperiert die GSG Berlin mit der BMW Group. Auf dem Gelände der Gustav-Meyer-Allee werden im Rahmen des Forschungsprojektes 10 E-Ladesäulen installiert, die 10 Testfahrer aus der Mieterschaft über 5 Monate nutzen sollen.

Der hohe Vermietungsstand konnte auch im Jahr 2014 gehalten werden und liegt zum Jahresende bei knapp 85% im gewerblichen Bereich.

Die GSG eröffnet im Februar ihre Marketing Suite im econopark Wolfener Straße 32–34. Mietinteressenten können sich hier auf rund 170 m² verschiedene Ausbaustandards für Büro- und Produktionsnutzung anschauen.

Die GSG unterstützt den Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg (BPW) weiterhin als Premiumpartner und führte im März die gemeinsame Veranstaltung „Creative netzWerk lounge”, ein Abend für kreative Gründerinnen und Gründer, durch.

Bereits seit 2008 investiert die GSG flächendeckend in ein eigenes Glasfasernetz – das Hofnetz. Sämtliche Aktivitäten rund um das Hofnetz werden durch die Tochtergesellschaft Hofnetz & IT Services GmbH ausgeführt. Diese präsentiert sich seit Mai auch mit eigener Website unter www.hofnetz.de.

Im Mai ist die GSG gemeinsam mit dem GTC e.V. auf der „China (Shanghai) International Technology Fair“ (CSITF) und präsentiert Berlin als innovativen Standort für technologieorientierte Unternehmen.

Auch in 2013 setzt GSG das Sponsoring des weltweit geschätzten Karnevals der Kulturen fort und feiert zu Pfingsten mit ihren Mietern den bunten Straßenumzug. Ebenso ist GSG zum fünften Mal Sponsor des Alumni.Angel.Abends der Gründerwerkstatt an der TU Berlin.

Im August gibt GSG den Start ihrer neuen Immobilienmarke econoparks Berlin bekannt (www.econoparks.de).

Zum Jahresende konnte mit einer Vermietungsquote von nahezu 84% erneut ein historisches Hoch erreicht werden.

Im April startet die GSG eine neue Kooperation mit der SG Wertschutz. Mieter können nun eine bargeldlose Mietkautionsversicherung anstelle der Hinterlegung einer Barkaution oder einer Bankbürgschaft abschließen. Statt niedriger Kautionszinsen und geblockten Kautionsbeträgen können sie das freie Geld investieren, die Liquidität und Kreditlinie bei der Bank bleiben unberührt.

2012Im Juni wird ein umfassender Rahmenvertrag mit dem Energiedienstleister TECHEM geschlossen, der umfangreiche Contractinglösungen umfasst sowie weitere energierelevante Themen im Bereich der Wärmeversorgung abdeckt (Wärmelieferung, die Betreuung der Anlagen sowie Neuinvestitionen in moderne Heizungsanlagen).

Im November werden drei weitere Blockheizkraftwerke in Betrieb genommen. Damit erreichen wir eine signifikante CO2-Einsparung von insgesamt über 780 Tonnen pro Jahr und tragen so zur positiven Umweltbilanz der Hauptstadt bei.

Im Dezember meldet die GSG den erfolgreichen Abschluss des Refinanzierungsprozesses. Das bei der The Royal Bank of Scotland plc. (RBS) ausstehende Darlehen in Höhe von 281,9 Millionen Euro wurde vollständig zurückgezahlt und ein neues Darlehen in Höhe von 269,6 Millionen Euro mit fünf deutschen Banken abgeschlossen.

Zum Jahresende konnte mit einer Vermietungsquote von rund 80% ein historisches Hoch erreicht werden.

2011Im Juni gibt GSG Berlin den Startschuss für ein innovatives Energiekonzept und setzt damit auf höhere Energieeffizienz durch dezentrale Energiegewinnung. Neben dem Einsatz modernster Blockheizkraftwerke werden Photovoltaikanlagen auf den Dächern geplant und Ladesäulen für E-Autos aufgestellt.

Mit der Eröffnung der ersten Solartankstelle auf dem GSG-HOF Gustav-Meyer-Allee 25 in Berlin-Mitte wird ein entscheidender Schritt getan, in den 45 GSG-Gewerbehöfen die Infrastruktur für die Nutzung der E-Mobilität aufzubauen.

Im November nimmt GSG im GSG-HOF Geneststraße das erste eigene Blockheizkraftwerk in Betrieb und spart damit 332 Tonnen CO2 pro Jahr ein.

2009Die GSG bietet Unternehmen „Highspeed – Gewerberäume“ mit einem der ersten privat initiierten Glasfaser-Hofnetze Deutschlands. Unternehmen können in ausgewählten Gewerbehöfen ihre Leistungen mit Übertragungsraten von bis zu 100 Mbit/s anbieten.

Für die Mieter entfallen Risiken und Kosten für eine eigene Bereitstellung der Breitbrand- Infrastruktur.

Ausweitung des Immobilienangebotes in den zentralen Bezirken Mitte, Friedrichshain, Prenzlauer Berg und Charlottenburg durch das Immobilienportfolio der GSG GROUP (eh. ORCO Germany), wie z.B. Gebauer-Höfe mit einer Bruttogeschossfläche von 20.000 m².

Übernahme der GSG-Anteile des Landes Berlin durch die Orco Property Group (Orco) über ihre börsennotierte Tochtergesellschaft Orco Germany und in Zusammenarbeit mit Morgan Stanley Real Estate.

Eröffnung der European TelematicsFactory (ETF), dem Kompetenzzentrums für Mobilität und der Mobilität dienenden IT-Anwendungen, im neu erbauten Torhaus im GSG-HOF Helmholtzstraße 2-9, Charlottenburg-Wilmersdorf.

2002Abschluss der Sanierung des historischen Ensembles der Königlichen Porzellan- Manufaktur (KPM), ein Höhepunkt innerhalb der 40-jährigen Sanierungsgeschichte der GSG.

Premiere des WirtschaftsPartnerTages im Haus der WirtschaftsPartner im GSG-HOF Wolfener Straße 32-36. Mit seinen unter einem Dach gebündelten Diensten steht es für ein in Berlin bislang einmaliges Projekt der regionalen Wirtschaftsförderung.

Übernahme der GSG-Anteile des Landes Berlin durch die Investitionsbank Berlin (IBB).

Das erste Projekt der GSG in den östlichen Stadtteilen Berlins: Das Grundstück in der Wolfener Straße 36 in Berlin Marzahn-Hellersdorf wurde im Wege der Einbringung vom Land Berlin Eigentum der Gewerbesiedlungs-Gesellschaft. Die GSG errichtete den Komplex auch mit Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GA). 1995 zogen die ersten Mieter im Gewerbezentrum Marzahn I, Wolfener Straße 36, ein. Zehn drei- bis viergeschossige Gebäude mit lichtdurchfluteten Büro- und Produktionsräumen umsäumen einen großen Innenhof mit zahlreichen Park- und Zuliefermöglichkeiten.

Grundsteinlegung für den GSG-HOF Pankow am 10. Oktober.

Das Bauvorhaben wurde mit Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GA) kofinanziert. Auf dem Gelände laden zahlreiche Grünflächen und ein Biotop zur Entspannung ein. Betriebe aus allen Branchen haben sich hier niedergelassen. Das Gelände an der Panke wurde zuvor seit 1857 von einer Lederwarenfabrik genutzt.

1985Ansiedlung des ersten Technologie- und Innovationsparks Deutschlands (TIB) im GSG-HOF Gustav-Meyer-Allee.

Hier entstand auch schon zwei Jahre zuvor das Berliner Innovations- und Gründerzentrum (BIG).

Neben etablierten Firmen finden Existenzgründer im Innovations- und Gründerzentrum (BIG) optimale Voraussetzungen für ihren Start ins Unternehmertum und profitieren von dem Austausch zwischen Wissenschaft und Forschung. Etwa 9.500 m² der am Standort verfügbaren Gewerbeflächen sind für Firmengründer reserviert.

Erster Solitärbau der GSG in der Wupperstraße in Berlin-Zehlendorf.

Ab den 80er Jahren begann die GSG mit einem umfassenden Sanierungsprogramm für die Gewerbehöfe. Darunter etliche Gebäude aus der Gründerzeit mit prachtvollen Fassaden, die so vor dem drohenden Abriss bewahrt wurden. Trotzdem blieb Gewerberaum knapp. Bei der GSG wurden lange Bewerberlisten geführt. Glücklich schätzte sich, wer endlich mit einer Fläche versorgt werden konnte.

Kauf des Gewerbehofs in der Naunynstraße 68 in Berlin Friedrichshain-Kreuzberg. Der Tischlermeister und Möbelfabrikant Franz Mauff baute 1892 das Gewerbegebäude.

Erster Neubau der GSG als Arrondierung des Objektes Prinzessinnenstraße 19-20, Berlin-Kreuzberg.

Kauf des Gewerbehofs in der Lobeckstraße 36 in Berlin-Kreuzberg. Der klassische Altbau aus dem beginnenden 20. Jahrhundert steht heute unter Denkmalschutz. Der Buchdruckermeister Otto Elsner hatte ihn errichten lassen. Auf dem Gewerbehof haben sich mittlerweile ein Co-Working space sowie Firmen der Kreativbranche angesiedelt.

Ankauf des ersten Gewerbehofs in der Blücherstraße in Berlin-Kreuzberg.

Der Gründerzeitbau in der Blücherstraße steht heute unter Denkmalschutz. Die schmuckvolle Fassade des Vorderhauses erinnert daran, dass der Bauherr, die Ein- und Verkaufsgenossenschaft selbständiger Glasermeister Deutschland (EVG), Wert auf einen repräsentativen Hauptsitz legte.

Heute nutzen vor allem Unternehmen aus den Branchen Druck, Medien, Film und EDV die Gewerbeflächen.

Gründung der GSG durch das Land Berlin, die Berliner Handwerkskammer und die IHK.

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